Vici in LArgentière

Schon während unserer langen Anreise aus Österreich (fast 1000km) zeichnete sich ab, dass das Bouldern in den kommenden Tagen wohl sehr anstrengend werden würde. Es war brennend heiß und aus Erfahrung wussten wir, dass zwar im Schatten gebouldert werden würde, aber es dennoch temperaturmäßig eine große Herausforderung werden würde.
Dennoch hieß es kühl Kopf bewahren, denn der Zeitplan für die Qualifikation war streng gesetzt. Acht Boulder waren zu bewältigen und das in zwei Stunden. Die sehr technischen Boulder verlangten uns viel ab. Nach Ablauf der Zeit führte die Französin Manon Hily das Spitzenfeld an. Ihr gelang es sieben der acht Boulder zu toppen. Eine ausgezeichnete Leistung. An zweiter Stelle war die Italienerin Federica Mingolla, gefolgt von unserem österreichischen Trio: Victoria Klemm (3.), Berit  Schwaiger (4.) und Karoline  Sinnhuber (5.). Die deutsche Lena Herman rundete das Starterfeld für das Finale ab.

 Am nächsten Tag hieß es ab in den Isozone. Wir waren voll motiviert und freuten uns auf das Finale bis zum Aufwärmen. Berit  fiel von der Boulderwand und landete mit ihrem linken Fuß zwischen den zum Schutz gedachten Matten. Die Folge war ein verstauchtes Fußgelenk. Sie biss durch, doch bald war klar das der Wettkampf für sie gelaufen war.
Für uns anderen hieß es trotzdem die Konzentration auf die Finalboulder zu richten. Die Boulderbauer hatten einen guten Job gemacht. Der erste Boulder war ein sehr technischer Boulder in dem ein Mantler eingebaut war. Der zweite Boulder war ein Dynamo auf zwei Aufleger. Der dritte Finalboulder war ein auf Kraft ausgelegter Leistenboulder.

Nach dem Besichtigen ging es los. Zuerst  Lena, dann Karo und Berit. Und dann ENDLICH war ich an der Reihe: Tief durchatmen, voll konzentrieren und durchstarten. Alles lief super, der Mantler war geschafft und schon war ich am Top angekommen. Geschafft im ersten Versuch! Ich war voll motiviert. Anschließend noch in die Kamera lächeln, Jubel genießen und die Motivation in die nächsten Boulder mitnehmen.
Der zweite Boulder: Sprung auf die Aufleger. Er war sehr  schwer und nur Manon konnte ihn schaffen! Ein starkes Top im zweiten Versuch.
Finalboulder 3. In der Iso-Zone wurde es immer leerer und bald war auch ich drann. Noch einmal tief durchatmen und loslegen: Dynamisch. Konzentriert. Zug für Zug.Und schon war es geschafft. Ich war am Top. 2 Tops in 2 Versuchen, einfach genial.

Der zweite Platz war mir bereits sicher und als Manons Zeit langsam ablief und sie den dritten Boulder nicht schaffte, hatte ich es geschafft. Ich habe gewonnen. Ich war erste bei einem European Youth Cup Bewerb geworden!

Ein Hammer Gefühl! Es war wirklich cool!

 

 Ergebnis