Nachdem Johanna Ernst mit ihrem 4.Platz  bei der Weltmeisterschaft im Vorstieg nur knapp das Podest verpasste gelang ihr aber in beeindruckender Weise nach ihrer schweren Verletzungsserie im Herbst und Frühjahr an beiden Sprunggelenken (mit operativer Versorgung) wieder der Anschluss an die Weltspitze.  Die erst 18jährige weißt in ihrer Erfolgsserie bereit einen Weltmeistertitel, Europameistertitel und zweifachen Weltcupgesamtsiege auf.

Dass gleich 5 ÖsterreicherInnen bei 8 Finalisten um den Titel kämpften spricht Bände. Noch dazu 4 TirolerInnen, einzig Johanna Ernst aus der Steiermark, war das grüne i-Tüpferl von Tirol.

Als Handicap für die SteirerIn kommen derzeit noch die langen Anfahrtswege nach Tirol (Imst und Innsbruck) wo derzeit die besten Trainingsbedingungen vorliegen hinzu. Das wird sich aber im Herbst mit der Eröffnung des überregionalen Kletterleistungszentrum in Mitterdorf im Mürztal ändern.

Es wird die nötige Infrastruktur für den Wettklettersport neben Nachwuchs und Breitensport für den Osten Österreichs geschaffen. Ein Faktum, das auf lange Sicht vernünftig erscheint, denn es ist den zahlreichen Jungtalenten aus finanziellen und zeitlichen Gründen nicht möglich die lange Strecke in den Westen auf sich zu nehmen oder gar zu übersiedeln.

Hier finden sich in Mittterdorf ideale Bedingungen für eine fundierte Basisarbeit, die für spätere Erfolge zeichnen. Leider ist die Einsicht gewisser Funktionäre des ÖWK in Tirol bezüglich Errichtung mehrer Bundesleistungszentren in Österreich wie es auch andere Verbände praktizieren (Schwimmen, Rudern, ...) noch nicht ganz durchgedrungen. Hier bedarf es noch Überzeugungsarbeit.

Ebenso geht es hier auch um die Verteilung der Bundesfördergelder, diese landen derzeit in Tirol - Sitz des ÖWK. Ein dies bezüglicher kritischer Artikel in der letzeten Ausgabe “Österreich-Sport“ das Magazin der Bundessportorganisation Nr2/2011 Seite 16... „Sport kritisch“ von Joe Metzger

weist in treffender Weise auf die Problematik hin, auch aus medialen wie Geldgebergründen wird das meiste Geld nicht unten hineingesteckt, wo es am besten angelegt und aufgehoben wäre, sondern mehr oben und dort ,wo sich die Investition medienwirksam verkaufen läßt. Und weil die größten Förderungen dorthin fließen, wo zum Teil schon Überfluss besteht, bleibt nicht mehr so viel für den Unterbau übrig. Wenn sich daran in nächster Zeit nichts ändert, wird der heimische Sport weiter auf der Stelle treten. Oder andersrum die Katze sich in den Schwanz beißen.

Derzeit befindet sich unser bester qualifizierter Klettertrainer in Tirol , da er die entsprechende  Entlohnung über die Bundesfödermittel erhält und steht in der Steiermark nur an wenigen Tagen zur Verfügung. Hier machen sich die ungleichen Verteilung der Fördergelder bemerkbar.

 

Ergebnisse:

1) Angelika EITER,  AUT
2) Kim JAIN, KOR
3) Magdalena RÖCK, AUT
4) Johanna ERNST, AUT
5) Katharina POSCH, AUT
6) Mina MARCOVIC, SLO
7) Christine SCHRANZ, AUT
8) Sasha DIGIULAN, USA